§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der PROLandwirt GmbH, Kasernenstraße 11, 4063 Hörsching, FN 480097a („PROLandwirt“, „wir“) und ihren Kunden („Kunde“) über die Nutzung der Software PROLandwirt, einschließlich des kostenlosen Testzugangs.
(2) Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer, insbesondere an land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) können keine Verträge mit uns abschließen.
(3) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmen.
§ 2 Leistungen
(1) PROLandwirt ist eine Software, die über das Internet im Browser genutzt wird (Software as a Service). Sie umfasst insbesondere Bestellverwaltung, Kunden-App, Tourenplanung, Abos, Rechnungserstellung und Kundenverwaltung. Der jeweils aktuelle Funktionsumfang ergibt sich aus der Beschreibung auf pro-landwirt.com.
(2) Alle Pakete enthalten denselben Funktionsumfang. Sie unterscheiden sich nur durch Grundgebühr, Anzahl der enthaltenen Kunden und Höhe der Umsatzbeteiligung.
(3) Wir entwickeln PROLandwirt laufend weiter und dürfen Funktionen ändern, sofern der Kern der vereinbarten Leistung erhalten bleibt und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
(4) Wir bemühen uns um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten führen wir nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durch. Kurzzeitige Unterbrechungen, insbesondere durch Wartung oder durch Störungen außerhalb unseres Einflussbereichs (z. B. Internetverbindung des Kunden), stellen keinen Mangel dar.
§ 3 Kostenloser Test
(1) Der Kunde kann PROLandwirt 7 Tage kostenlos testen. Der Test beginnt mit der Freischaltung des Testzugangs.
(2) Für den Test ist kein Zahlungsmittel erforderlich. Der Test endet nach 7 Tagen automatisch. Er verlängert sich nicht und geht nicht automatisch in einen kostenpflichtigen Vertrag über; eine Kündigung ist nicht nötig.
(3) Während des Tests stellen wir die Software unentgeltlich und ohne Zusage einer bestimmten Verfügbarkeit oder Beschaffenheit zur Verfügung. Wir haften während des Tests nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Personenschäden.
(4) Möchte der Kunde PROLandwirt nach dem Test weiter nutzen, schließt er einen kostenpflichtigen Vertrag nach § 4 ab. Kommt bis zum Ende des Tests kein Vertrag zustande, sperren wir den Testzugang und löschen die gespeicherten Daten 30 Tage nach Testende, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Schließt der Kunde innerhalb dieser 30 Tage einen Vertrag ab, bleiben seine Einstellungen und Daten erhalten.
(5) Der kostenlose Test ist je Betrieb einmal möglich.
§ 4 Vertragsabschluss
(1) Die Darstellung von PROLandwirt und den Paketen auf unserer Website ist kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Paket bestellt (online, per E-Mail oder schriftlich) und wir die Bestellung bestätigen oder den kostenpflichtigen Zugang freischalten.
(2) Der Kunde macht bei der Anmeldung und Bestellung wahrheitsgemäße Angaben und teilt uns Änderungen (insbesondere Firmenname, Rechnungsadresse, UID-Nummer, E-Mail-Adresse) unverzüglich mit.
§ 5 Preise
(1) Es gelten die bei Vertragsabschluss auf pro-landwirt.com veröffentlichten Preise. Alle Preise verstehen sich in Euro, netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Das Entgelt besteht aus:
- der monatlichen Grundgebühr des gewählten Pakets,
- einem Entgelt für jeden aktiven Kunden über der im Paket enthaltenen Anzahl,
- der Umsatzbeteiligung in Prozent des in PROLandwirt erfassten Nettoumsatzes des Kunden,
- der einmaligen Einrichtungsgebühr sowie
- gebuchten Zusatzleistungen (z. B. zusätzliche Fahrer-Zugänge, eigene Domain, Einrichtung der Kartenzahlung).
(3) Als aktiver Kunde zählt, wer im Abrechnungsmonat in PROLandwirt als aktiv geführt ist.
(4) Der Kunde kann das Paket jederzeit wechseln. Der Wechsel wird ab der nächsten Abrechnung wirksam.
(5) Wir können die Preise mit Wirkung für die Zukunft ändern. Preiserhöhungen kündigen wir mindestens zwei Monate vor ihrem Wirksamwerden per E-Mail an. Der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preiserhöhung kündigen.
§ 6 Abrechnung und Zahlung
(1) Grundgebühr und monatliche Zusatzleistungen werden monatlich im Voraus abgerechnet. Das Entgelt für zusätzliche Kunden und die Umsatzbeteiligung werden rückwirkend für den abgelaufenen Monat abgerechnet. Die Einrichtungsgebühr und einmalige Zusatzleistungen werden mit Vertragsabschluss bzw. Buchung abgerechnet.
(2) Rechnungen sind sofort nach Erhalt ohne Abzug zur Zahlung fällig.
(3) Die Zahlung erfolgt über die von uns angebotenen Zahlungsarten, insbesondere über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde ermächtigt uns, fällige Beträge über das von ihm hinterlegte Zahlungsmittel einzuziehen.
(4) Der Kunde ist damit einverstanden, dass wir Rechnungen elektronisch per E-Mail übermitteln.
(5) Bei Zahlungsverzug verrechnen wir Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 456 UGB) sowie die zur zweckentsprechenden Betreibung notwendigen Mahn- und Inkassokosten. Bleibt eine Zahlung trotz Mahnung mit einer Nachfrist von 14 Tagen aus, dürfen wir den Zugang bis zur vollständigen Zahlung sperren. Die Pflicht zur Zahlung des Entgelts bleibt davon unberührt.
(6) Der Kunde darf nur mit Forderungen aufrechnen, die von uns anerkannt oder gerichtlich festgestellt sind.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.
(2) Beide Seiten können den Vertrag unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats kündigen. Die Kündigung erfolgt schriftlich oder per E-Mail.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mehr als 30 Tage mit einer Zahlung in Verzug ist oder schwerwiegend gegen § 8 verstößt.
(4) Bereits bezahlte einmalige Entgelte, insbesondere die Einrichtungsgebühr, werden bei Vertragsende nicht erstattet.
(5) Bis zum Vertragsende kann der Kunde seine Daten aus PROLandwirt exportieren; innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende stellen wir sie ihm auf Anfrage in einem gängigen Format (z. B. CSV) zur Verfügung. Danach löschen wir die Daten des Kunden innerhalb von 30 Tagen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 8 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und informiert uns unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet. Fahrer-Zugänge darf er nur an Personen vergeben, die für ihn tätig sind.
(2) Der Kunde ist für alle Inhalte verantwortlich, die er in PROLandwirt einstellt (z. B. Produkte, Preise, Texte, Bilder, Logos). Er stellt sicher, dass diese Inhalte rechtmäßig sind und keine Rechte Dritter verletzen.
(3) Der Kunde bleibt für die Einhaltung der für ihn geltenden Vorschriften selbst verantwortlich, insbesondere für steuer- und abgabenrechtliche Pflichten (z. B. richtige Steuersätze, Rechnungsangaben, Aufzeichnungs- und Belegpflichten) sowie für lebensmittelrechtliche Vorgaben.
(4) Der Kunde darf PROLandwirt nicht missbräuchlich nutzen, insbesondere nicht Dritten zur Nutzung überlassen, die Software nicht dekompilieren und keine Maßnahmen setzen, die den Betrieb der Software beeinträchtigen.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Wie wir personenbezogene Daten verarbeiten, beschreibt unsere Datenschutzerklärung.
(2) Für die Daten seiner eigenen Kundinnen und Kunden, die der Kunde in PROLandwirt verwaltet, ist der Kunde Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Wir verarbeiten diese Daten ausschließlich in seinem Auftrag und nach seiner Weisung als Auftragsverarbeiter (Art. 28 DSGVO). Der dazu geschlossene Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV), den der Kunde bei der Anmeldung akzeptiert, ist Bestandteil des Vertrags und gilt auch während des kostenlosen Tests.
§ 10 Gewährleistung
(1) Der Kunde meldet uns Mängel unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Erkennbarkeit, mit einer nachvollziehbaren Beschreibung per E-Mail.
(2) Wir beheben gemeldete Mängel innerhalb angemessener Frist. Gelingt dies nicht, kann der Kunde eine angemessene Minderung des Entgelts verlangen; bei schwerwiegenden Mängeln kann er den Vertrag außerordentlich kündigen.
§ 11 Haftung
(1) Wir haften nur für Schäden, die wir vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht haben. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Personenschäden.
(2) Bei grober Fahrlässigkeit haften wir, soweit gesetzlich zulässig, nicht für entgangenen Gewinn, Folgeschäden und mittelbare Schäden. Bei grober Fahrlässigkeit ist die Haftung außerdem der Höhe nach mit den vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem Schadensereignis bezahlten Entgelten, mindestens jedoch mit € 1.000,–, begrenzt. Diese Beschränkungen gelten nicht für Vorsatz und Personenschäden.
(3) Wir haften nicht für Leistungen Dritter, auf die wir keinen Einfluss haben, insbesondere Zahlungsdienstleister, Internet- und Mobilfunkverbindungen, Kartendienste und die Zustellung von E-Mails.
(4) Schadenersatzansprüche sind bei sonstigem Verfall innerhalb von sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger gerichtlich geltend zu machen. Dies gilt nicht bei Vorsatz und Personenschäden.
(5) Wir sind von unseren Leistungspflichten befreit, solange Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, großflächige Strom- oder Netzausfälle, behördliche Maßnahmen) die Leistung verhindern.
§ 12 Änderungen dieser AGB
Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung für den Kunden zumutbar ist und nicht die Hauptleistungen, die Preise (dafür gilt § 5 Abs. 5) oder die Haftung betrifft – etwa bei geänderter Rechtslage, neuen Funktionen oder technischen Anpassungen. Änderungen teilen wir dem Kunden mindestens zwei Monate vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail mit. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten die Änderungen als angenommen; darauf weisen wir in der Mitteilung gesondert hin. Widerspricht der Kunde, kann jede Seite den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen und des UN-Kaufrechts.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist das sachlich zuständige Gericht in Linz.
(3) Erklärungen per E-Mail erfüllen das Erfordernis der Schriftform, soweit diese AGB Schriftform verlangen.
(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die ihrem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
(5) Diese AGB liegen auch auf Englisch und Italienisch vor. Bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.